Verfasst von: FSM | 22. Februar 2012

Inverted Classroom – Selbstverantwortliches Lernen

Hier möchte ich auf eine mediendidaktische Idee aufmerksam machen, die nachhaltig den Unterricht mit Web2.0-Werkzeugen erweitern und verbessern könnte, den Inverted Classroom. Der Lernende wird zu mehr Selbstverantwortung erzogen und/aber auch durch Vorhaltung geeigneter Web2.0-Werkzeuge befähigt seinem mobilen Lebensstil angepasst (u.U. mithilfe eines Smartphones)  einfach überall den Tutor und das Übungsmaterial zur Hand zu haben. Er erhält Angebote und wird auf seinem Weg begleitet.

Aufmerksam wurde durch einen Link meines PL-Kollegen Daniel Bernsen in seiner Diigo List:
Flipped Classroom A New Learning Revolution

Aber erst richtig neugierig gemacht hat mich Christian Spannagel mit seinem Blog-Beitrag:
Vortragsaufzeichnung “Die umgedrehte Mathematikvorlesung” « cspannagel, dunkelmunkel & friends
mit einem Video (25min) das sich echt lohnt.
Spannagel liest nicht mehr live, sondern stellt seine Vorlesungsvideos zur Vorbereitung auf Youtube [YoutubeKanal] und nutzt die Zeit mit seinen Studenten für ein Aktives Plenum.
So hätte ich auch gerne studiert  ;-). Mich würde mal interessieren, ob tatsächlich der ein oder andere Vorlesungs-Video-Abend mit Beamer und Kommilitonen zustande gekommen ist.

Neugierig gemacht?
Passend dazu hat letzte Woche in Marburg die erste deutsche Konferenz zum “Inverted Classroom” stattgefunden.
Einen guten Eindruck von den dort diskutierten Themen und dem Wissensgewinn erhält man im Artikel und Nachlesevideo von Volkmar Langer. Alternativ dazu ein Nachlese-Artikel im Blog von CSpannagel.
Ebenso sehenswert die Hauptvorträge und Materialien der Workshops. im besonderen der Vortrag von Dan Spencer.
Weitere Ansprechpartner/Netzwerk: es existiert nun eine Untergruppe “ICM Deutschland” im “Flipped Classroom Network” auf (http://flippedclass.com)

Im Schulbereich könnte ich es mir durchaus als didaktisches Stilmittel mithilfe bzw. innerhalb eines begleitenden Moodle-Kurses vorstellen. Es lässt viel Spielraum, den Stoff auszulagern und auf lebenslanges Lernen vorzubereiten. Allerdings ist die Vorbereitung mithilfe von Lehrvideos oder Screencasts sehr umfangreich. Deswegen würde ich mir wünschen, das viele Kollegen ihre hervorragenden Arbeiten mit einer entsprechenden (CC-BY)-Lizenz veröffentlichen wie es Christian Spannagel getan hat um den Pool zu füllen.

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Responses

  1. Zu deiner Frage, ob Studierende tatsächlich Videoabende veranstalten: Ich glaube, nicht – obwohl es viel cooler wäre, und ich es (glaube ich) damals als Student gemacht hätte. 🙂

    • Danke für die Rückmeldung. Leider hätten wir damals auch nicht das Equipment gehabt, es richtig cool werden zu lassen. So hatte es nur zu langen C64-Nächten gereicht…

  2. Das Thema wird sehr Video-zentriert diskutiert. Was bei den Eltern ankommt: „mein Kind soll nun auch in der Schule vor dem Bildschirm sitzen“. Es muss deutlicher herausgearbeitet werden, dass es bei den neuen didaktischen Konzepten um Vernetzung und Interaktion, Austausch geht.


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